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Tarifverhandliungen

MDR will "Flexibilität" - für Jobabbau!

18.05.2026

Der MDR hat das Angebot der Gewerkschaften zur Beschäftigungssicherung abgelehnt. Der Sender brauche "Flexibilität" - für einen Jobabbau, der vor allem Freie betreffen wird. Das ist so nicht hinnehmbar.

Dass die jüngste Verhandlungsrunde am vergangenen Mittwoch nach den am 12. Mai verkündeten drastischen Einsparungen schwierig werden würde, war absehbar. Deshalb hatten wir im Vorfeld ein Kompromissangebot eingebracht, das vor allem auf Beschäftigungssicherung zielte.

Umso enttäuschender ist, dass der MDR dieses Angebot vollständig abgelehnt hat – nicht einmal als Verhandlungsgrundlage. Die Forderung nach Jobsicherung für Freie und Feste wurde mit dem Verweis auf notwendige „Flexibilität“ zurückgewiesen. Übersetzt heißt das: Die Sparmaßnahmen sollen vor allem zu Lasten der Freien umgesetzt werden, mit eingeplanten erheblichen Einschränkungen und Beendigungen.

Auch das Gegenangebot des MDR geht in diese Richtung: Ein möglicher finanzieller Spielraum solle teilweise in einen „Soli-Fonds“ fließen, aus dem in Härtefällen Freie unterstützt werden könnten, auf deren Beschäftigung künftig verzichtet wird – gewissermaßen als Abschiedszahlung. Für verbleibende Beschäftigte sei ab Juli 2027 eine Erhöhung von etwa 1,2 % denkbar.

Die Gewerkschaften haben klargestellt, dass für sie weiterhin die Beschäftigungssicherung im Mittelpunkt steht und sie dafür verhandlungsbereit sind. Eine Entgeltanhebung von 1,2 % Mitte kommenden Jahres wurde von DJV, ver.di und unisono abgelehnt.

Ein neuer Verhandlungstermin wurde für den 22. Mai 2026, das ist der kommende Freitag, vereinbart – verbunden mit der klaren Erwartung, dass der MDR nachbessert.

Klar ist: Die nötigen Einsparungen des Senders können und dürfen nicht allein auf dem Rücken der Beschäftigten erreicht werden. Dass die MDR-Mitarbeitenden den durch die unklare Beitragssituation begrenzenten Spielraum des Senders ausbaden sollen, zeigt sich in diesen Tarifverhandlungen mehr als deutlich. Das können und werden wir als Gewerkschaften nicht zulassen. 

Unsere Geduld ist zunehmend erschöpft. 


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