|
|
|
||||||||||||||||||||
|
Ergebnisse der Umfrage unter den freien Journalistinnen und Journalisten im DJV-Landesverband Sachsen (Sommer 2003)
Der DJV Sachsen startete im Juni eine Umfrage unter Freien Journalistinnen und Journalisten. Daran beteiligten sich 69 von 942 Mitgliedern, die gegenwärtig im sächsischen DJV-Landesverband als Freie Journalistinnen oder Journalisten eingetragen sind. Das ist eine Beteiligung von 7,3 Prozent. Der Anteil der Freien beträgt im DJV Sachsen gegenwärtig fast 60 Prozent. Er hat sich in zurückliegenden Jahren permanent erhöht.
58 Prozent der Freien im DJV Sachsen sind Frauen, damit hat sich der Anteil der Frauen gegenüber der Umfrage aus dem Jahr 1993 mehr als verdoppelt. Der Anteil der Frauen in der Mitgliedschaft insgesamt beträgt gegenwärtig 35,8 Prozent.
Die Freien Journalistinnen und Journalisten arbeiten meist als Wort- bzw. Wort-Bild-Journalisten (65,2 %) für Tageszeitungen. Im Vergleich zur Umfrage aus dem Jahr 1993 hat sich damit der Anteil der Wortredakteure verdoppelt, die der freien Bildjournalisten halbiert.
Im Vergleich zur Umfrage aus dem Jahr 1993 ergibt sich folgende Auftragsverteilung:
Die Grafik verdeutlicht die schwierige Situation der Freien. Mehr als die Hälfte der Aufträge werden ohne sichere vertragliche Grundlage angenommen und erledigt. Der daraus erzielte Umsatz liegt bei ca. 75 Prozent der Freien über 1000 Euro. Ein Viertel der Befragten liegt unter einem Umsatz von 1000 Euro.
Obwohl meist nur geringe Betriebskosten entstehen (mehr als 60 Prozent geben Betriebskosten unter 500 Euro monatlich an) steht für nahezu 60 Prozent der Befragten nur ein Nettoeinkommen von weniger als 1000 Euro zur Verfügung.
Wie beim Einkommen zeigt sich auch bei der für die freiberufliche Tätigkeit benötigten Arbeitszeit, dass die oberer und unterer Gruppe jeweils die größeren sind. Während einige der Befragten im unteren Bereich über die katastrophale Lage klagen, geben einige im oberen Bereich an, die Aufträge wegen Zeitmangel kaum erledigen zu können.
Der DJV ist für viele Freie die wichtigste Stütze. Die Umfrage hatte auch den Sinn die Leistungen des Verbandes zu optimieren. Was sich die Freien, die ja die größte Gruppe im DJV Sachsen bilden, wünschen, verdeutlicht die Tabelle. Rechtsschutz ist für mehr als zwei Drittel das Wichtigste. Weniger gefragt ist technische Hilfe.
Nicht immer werden die Hinweise des Verbandes ernst genommen. Die Zugehörigkeit der Freien zur Künstlersozialkasse oder den Verwertungsgesellschaften gibt darüber Auskunft. Die Tabelle zeigt die aktuelle Situation, die Grafik die Veränderung gegenüber der Befragung im Jahr 1993. Obwohl die Künstlersozialkasse sich der Anträge kaum erwehren kann, sinkt der Anteil der KSK-Versicherten unter den befragten Freien von 70 auf unter 50 Prozent. Lediglich für die VG Wort ist eine Steigerung zu verzeichnen.
Die Grafik zeigt die Entwicklung der Mitgliedschaften bzw. Versicherungen im Vergleich zur Umfrage aus dem Jahr 1993. |
|
© hpr-dresden.de |