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Journalistenkongress zu Extremismus und Nationalismus

Dresden/Liberec 18.5.2006
. Ein internationaler Journalistenkongress zu Extremismus und Nationalismus in Europa startet morgen (19. Mai 2006) in Liberec. Bei Podiumsgesprächen werden dann am Sonnabend Experten aus Tschechien und Deutschland ihre Sicht auf problematische extremistische und nationalistische Erscheinungen diskutieren. Dabei steht die mediale Behandlung dieser Fragen im Mittelpunkt. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an ein breites junges Publikum. Neben Journalisten, werden darüber hinaus politisch Interessierte und Multiplikatoren aus allen Bereichen erwartet. Veranstalter sind die Bibliothek in Liberec, die Friedrich-Ebert-Stiftung Dresden, der Deutsche Journalisten-Verband Sachsen (DJV) und die Brücke-Most-Stiftung. Im September soll der Kongress in Bautzen fortgeführt werden. Dann soll auch Journalistenpreis vergeben werden.

Aktuelle Informationen zum Kongress:
www.journalistenkongress.de | TL +49 177 252 74 64
 

 

Medientreffpunkt Mitteldeutschland:

Die taz zu Besuch

Leipzig 2.5.2006. Den Medien ein Stück näher - mit dieser Unterzeile ist der DJV Sachsen seit einigen Jahren - nicht nur - beim Medientreffpunkt Mitteldeutschland präsent. In diesem Jahr ist die taz am DJV-Stand vertreten. Neben der aktuellen taz, der WM-Sonderausgabe und jeder Menge tazzen wird auch taz-Medienredakteur Steffen Grimberg im Leipziger Westin-Hotel vor Ort sein. Der Medientreffpunkt Mitteldeutschland findet in diesem Jahr vom 8. bis 10. Mai unter dem Thema “Wissen & Leidenschaft - Medienmacher mit Passion” statt.

Aktuelle Informationen, Programm und Anmeldung: www.medientreffpunkt.de

Wer ist Journalist? - Podiumsdiskussion zur Mitgliederversammlung                 Alles zur Mitgliederversammlung

Leipzig 8.4.2006. Kompetent, selbstbewusst, neugierig und selbstkritisch, handwerklich perfekt, sprachmächtig und fair, so soll die Journalistin/der Journalist sein. Dieses Fazit steht am Ende der vom DJV Sachsen veranstalteten Diskussionsrunde zum Thema "Wer ist Journalist?" Der Landesverband hatte dazu am Vorabend der turnusmäßigen Mitgliederversammlung eingeladen, die am 8. April in Leipzig stattfand.Staatsminister Geert Mackenroth, der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken, der Medienwissenschaftler Prof. Wolfgang Donsbach und der Chefredakteur der Sächsischen Zeitung, Hans Eggert diskutierten rund zwei Stunden lang über den "ungeschützten" Beruf des Journalisten, seine Stellung in der Demokratie und Fragen der Pressefreiheit. Michael Konken machte deutlich, dass es für den DJV eine klare Definition des Journalistenberufes gibt. Diese widerspiegle sich grundsätzlich in allgemeineren Auffassungen im Rechtssystem. Konkret gebe es aber immer wieder Probleme, die dem entgegen stehen. SZ-Chefredakteur Hans Eggert beklagte die Praxis der Justiz- und Ermittlungsbehörden, die in den letzten Monaten zu herben Schlägen gegen die Pressefreiheit geführt hätten. Minister Mackenroth hatte zuvor bereits bestätigt, dass die Rechtslage teilweise unklar ist. So gebe es in der Strafprozessordnung den Begriff der Pressefreiheit nicht. Die Unschärfe in der Gesetzgebung sei der Grund dafür, dass sich Medien und Journalisten häufig ungerecht behandelt fühlen. Die Rechtslage sei jedoch bekannt und die derzeitige Bundesregierung wolle neue Regelungen. Der Dresdner Medienwissenschaftler Wolfgang Donsbach brachte Fragen der journalistischen Ethik ins Spiel. Auch für Journalisten müssten Grenzen gelten. Manches sei einfach nur peinlich für den, der es veröffentlicht. Die Professionalisierung des Berufs sei ein Schlüssel, die immer wieder auftretenden Konflikte zu verhindern.Der ebenfalls diskutierte wirtschaftliche Aspekt der Problematik bestimmte auch die Diskussionen bei der Mitgliederversammlung des DJV-Landesverbandes. Dabei spieleten Vergütungsfragen für festangestellte und freie Journalisten in allen Medien eine wichtige Rolle.

 

DJV-Bundesvorsitzender Konken bei Mackenroth

Dresden, 14.9.2005
Im Zusammenhang mit der Telefonüberwachung eines Dresdner Journalisten trafen am Mittwoch Vertreter des DJV mit dem sächsischen Staatsminister Mackenroth zusammen. Beide Seiten tauschten Ihre Positionen aus. Neben dem aktuellen Fall der Telefondatenerfassung in Dresden wurden weitere allgemeine Fragen u.a. zur  Einschränkung des Zeugnisverweigerungsrechtes diskutiert.

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Zur Telefonüberwachung von Journalisten in Sachsen

Dresden, 29.8.2005 Zeitungsberichten zufolge wurden in jüngster Zeit Telefon-Verbindungsdaten von Journalisten angefordert und erfasst. “Dass Journalisten im Zusammenhang mit Ermittlungen der Antikorruptionseinheit Ines ausspioniert werden, die ihrer Arbeit nachgehen, ist ein eklatanter Verstoß gegen die Pressefreiheit und freie Meinungsbildung. Journalisten müssen nicht nur den Schutz ihrer Informanten gewährleisten können, sie müssen auch selbst geschützt sein, um ihre Aufgabe in dem Gefüge der Informationsgesellschaft nachgehen zu können”, so DJV-Landesvorsitzende Sabine Bachert-Mertz von Quirnheim in einer ersten Stellungnahme zum Überwachungsskandal. Telefondaten dürfen nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs nur dann erhoben werden, wenn der Verdacht eines Kapitalverbrechens besteht. “Jede andere Vorgehensweise”, so die Vorsitzende,” bringt den Staat und seine Gesetze in Verruf.”

Die Erklärungsversuche des Justizministeriums bei der heutigen Pressekonferenz, lassen die Vermutung aufkommen, dass die Staatsanwaltschaften auch zukünftig in ähnlichen Fällen ebenso agieren wollen. Der sächsische Journalistenverband hält dies für skandalös und nicht hinnehmbar.

Der DJV Sachsen fordert daher den Justizminister auf, darauf Einfluss zu nehmen, dass eine unabhängige Medienarbeit in Sachsen möglich ist. “Wir fordern, dass jeder Versuch unterbunden wird, der die Pressefreiheit einschränkt und Journalisten in ihrer Arbeit behindert”, so Sabine Bachert.          mehr  aktuell

Zur Einstellung der SZ am Sonntag:

DJV Sachsen bedauert Wegfall journalistischer Arbeit

Dresden, 14.7.2005 Die Einstellung der Sonntagsausgabe der Sächsischen Zeitung hält der DJV Sachsen für mehr als bedauerlich. Damit setze sich der allgemeine Trend des Abbaus qualifizierter journalistischer Arbeit in Sachsen fort, sagt Michael Hiller, Geschäftsführer des sächsischen Journalisten-Verbandes.

„Das Erscheinen der SZ am Sonntag im Herbst 2003 war für viele ein Zeichen, dass journalistische Printprodukte auch unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen eine Chance verdienen. Das Blatt hat sich seitdem erfolgreich am Markt etabliert. Mit einer Auflage von gegenwärtig fast 40.000 Exemplaren ist das in kürzester Zeit und entgegen vieler Bedenken geschehen“, so Hiller. „Aber, so anerkennenswert einerseits der Mut war, das Blatt herauszugeben, so bedrückend ist jetzt die Tatsache, dass die Macher so schnell aufgeben - oder aufgeben müssen.“

Wirtschaftlicher Erfolg habe für Großverlage wie Gruner+Jahr eben oberste Priorität, schätzt Hiller ein. „Die sächsische Medienlandschaft wird ärmer, nur weil die Rendite nicht stimmt. Hier in Sachsen wird journalistische Arbeit gestrichen, weil einige wenige in den Chefetagen in Hamburg offensichtlich nicht genug daran verdienen.“

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DJV15-Konken+mehr 

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Viele Mitglieder kamen am 22. Juni in den Garten der Geschäftsstelle auf der Dresdner Hospitalstraße. Bei Thüringer Bratwurst, Dresdner Bier und sonnigem Wetter wurde gefeiert und diskutiert. Unter die Gäste mischte sich - ganz unerwartet - auch der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken. (Mehr Bilder)                              Fotos. bildermann.de

DJV Sachsen feiert 15 Jahre seines Bestehens

Dresden 22.6.2005 Mit einer Party für alle Mitglieder und Partner des DJV-Landesverbandes Sachsen feierte gestern (22.6.2005) der sächsische Journalistenverband seinen 15. Geburtstag. Herzlich begrüßter Gast war der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes Michael Konken.

Nachdem im Februar und April 1990 erste Gespräche mit dem baden-württembergischen Landesverband in Leipzig, Chemnitz und Dresden  den Boden bereitet hatten, wurde der sächsische Landesverband im Juni 1990 zunächst in allen drei Regierunsgbezirken gegründet und unmittelbar danach mit einer Geschäftsstelle in Dresden etabliert. Im November 1990 wurde der sächsische Landesverband  gemeinsam mit den anderen fünf ostdeutschen Landesverbänden in den Deutschen Journalisten-Verband aufgenommen. Inzwischen vereint der DJV Sachsen  rund 1570 Journalisten unter seinem Dach. Davon sind heute fast 60 Prozent freiberuflich tätig.
(Mehr zur Geschichte des DJV Sachsen)

Der DJV Sachsen betreut seine Mitglieder auf allen Ebenen journalistischer Tätigkeit. Angefangen von der Ausbildung über Tarif- und Honorarfragen bis hin zum Arbeits-Rechtsschutz. Neben Mitgliederversammlungen und Gewerkschaftstagen bietet das jährliche Sommerfest, das in diesem Jahr am 27. August in Lichtenwalde stattfindet, Mitgliedern und Freunden des DJV Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. (ba)

Ältere Informationen:

Serbske Nowiny - DJV fordert Gespräche

Dresden, 18.2.2004 Der DJV Sachsen hat den Vorsitzenden des Stiftungsrates der Stiftung für das Sorbische Volk, Christian Baumgärtel, nachdrücklich zu Gesprächen über den Status der sorbischen Tageszeitung und die Stellung und Tarifbindung der Redakteure aufgefordert. Die Redaktion arbeiten ohne jede Anbindung an Tarifverträge und leiste für die Erhaltung der sorbischen Sprache herausragendes. Innere Pressefreiheit und Nachwuchsförderung seien wichtige Themen, um deren Diskussion sich der Stiftungrat seit langem drückt. Die betroffenen Journalistinnen und Journalisten würden seit Jahren hingehalten, so Michael Hiller, Geschäftsführer des DJV Sachsen..

Unfaßbar: Porsch’s Maulkorb

Dresden, 2.9.2004 Die Auffassungen des sächsischen Spitzenkandidaten der PDS zur Pressefreiheit hält der DJV Sachsen für unglaublich. Es sei unfassbar, so Sabine Bachert-Mertz von Quirnheim, Landesvorsitzende des sächsischen Journalisten-Verbandes (DJV),  dass der PDS-Fraktionsvorsitzende im sächsischen Landtag Peter Porsch offensichtlich jedes Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Medien verloren hat. Wem die Pressefreiheit derart gleichgültig ist, der stelle sich ins Abseits jeder sachlichen politischen Berichterstattung, so Sabine Bachert-Mertz von Quirnheim. Der DJV habe sich wegen des Wahlkampfes bisher bewusst nicht zu dem Sachverhalt geäußert. Die von Porsch's Anwälten nunmehr erwirkte einstweilige Verfügung komme jedoch einem generellen Maulkorb gleich. Damit wird praktisch jede Berichterstattung zum Thema untersagt. Das ist für den Journalistenverband nicht hinnehmbar.       

Journalisten-Rausschmiss bei der Sachsen-LB:

Gleichbehandlung sichern
Dresden, 25.5.2004
Als skandalös wertet der DJV Sachsen die Tatsache, dass einem Korrespondenten der Welt bei der Bilanzpressekonferenz der Sachsen LB der Zugang verwehrt wurde. Einen solchen Vorgang habe es auf dieser Ebene in Sachsen noch nicht gegeben, so der Geschäftsführer der DJV-Landesverbandes Michael Hiller. “Wir fordern den Vorstand der Bank und das zuständige Ministerium auf, alles zu unternehmen, um ähnliche Vorkommnisse in der Zukunft zu verhindern.
Das Sächsische Pressegesetz sieht zurecht die Gleichbehandlung aller Medien vor. Wer Zensur praktiziert, macht im Übrigen auf eine Art und Weise auf sich aufmerksam, die von Journalisten nur entsprechend kommentiert werden kann”, so Hiller.

LVZ-Journalistinnen und Journalisten fordern:

Hände weg von Urlaub und Urlaubsgeld
Leipzig, 16.2.2004
In Protestnoten an den Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger fordern die Redakteure der Leipziger Volkszeitung (LVZ), die Qualität des Journalismus in Deutschland nicht purem Gewinnstreben zu opfern. Sie fordern die Verhandlungsführer bei den gegenwärtig laufenden Tarifverhandlungen für Tageszeitungsredakteure auf, alle Versuche zu unterlassen, die darauf abzielen, Sozialleistungen für Redakteure dauerhaft zu reduzieren. In der Tarifrunde, die bundesweit von Streik- und Protestaktionen in Tageszeitungsverlagen begleitet wird, wollen die Verleger u.a. den Urlaub um 5 Tage absenken, das Urlaubsgeld dauerhaft reduzieren und die Berufsjahrstaffel zusammenstreichen.Die Verhandlungen wurden am 16. Februar nach neun Stunden vertagt. (mehr)  

DJV Sachsen zum vorgesehenen DD+V-Verkauf:

Arbeitsplätze und Zeitungs-Titel in Gefahr
Dresden, 28.6.2002
  Mit Bedauern registriert der Landesverband Sachsen des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV), dass sich das Verlagshaus Gruner + Jahr Hamburg von der Sächsischen Zeitung und der Morgenpost Sachsen trennen will.
Der für Jahresende angekündigte Verkauf des Dresdner Druck- und Verlagshauses (DD+V), von dem die zwei Titel herausgegeben werden, deutet darauf hin, dass die Arbeit der Dresdner Zeitungsmacher in Hamburg offensichtlich nur wenig Anerkennung findet. Dem Engagement vieler Redakteure und Mitarbeiter ist es aber zu danken, dass der DD+V in seiner heutigen Form als wirtschaftlich gesundes Unternehmen existiert. Viele Mitarbeiter fühlen sich daher zurecht vor den Kopf gestoßen. Die Sächsische Zeitung gehört mit einer Auflage von rund 329.000 zu den auflagenstärksten regionalen Tageszeitungen in Deutschland, deren Überleben, ebenso wie das der Morgenpost, aus blankem Profitstreben nicht aufs Spiel gesetzt werden darf. Die beiden Titel sind aus der sächsischen Medienlandschaft, speziell in der Landeshauptstadt Dresden, nicht wegzudenken.

Der DJV Sachsen befürchtet, dass der Verkauf mit Arbeitsplatzabbau und Qualitätsverlust einhergehen könnte. Die Journalistengewerkschaft erwartet daher, gemeinsam mit und im Namen der Redakteure und Mitarbeiter, dass die Arbeitsplätze und die tariflichen Regelungen in vollem Umfang erhalten bleiben. Er begrüßt in diesem Zusammenhang die Bestrebungen von Geschäftsführung und Chefredaktionen, sich für den Erhalt des DD+V als Gesamtheit einzusetzen. 

Glückwunsch, Mephisto!

Dresden, 31.5.2002 Der DJV Sachsen gratuliert dem Leipziger Uni-Radio mephisto 97,6 zu sieben Jahren erfolgreicher Arbeit. Landesvorsitzende Sabine Bachert Mertz vom Quirnheim bezeichnet das Programm anläßlich des heutigen Geburtstagsempfangs als einzigartiges Unternehmen in der deutschen Medienausbildung. Die Verbindung von universitärer Bildung und praktischer Programmarbeit verleihe der  Journalisten-Ausbildung in der Medienstadt Leipzig eine besondere Note. Gerade in Zeiten der Verflachungen - nicht nur im privaten Medienbereich - sei dies nicht hoch genug zu schätzen sei. "Was mephisto mit seinem informativen und kreativen Programm in die umkämpfte mitteldeutsche Rundfunklandschaft einbringt, ist beispielgebend", so die Vorsitzende der mit rund 1600 Mitgliedern größten Journalistenorganisation in den ostdeutschen Ländern. Es mache Mut und gebe Hoffnung, zu sehen, wie sich junge Journalistinnen und Journalisten, Studentinnen und Studenten publizistischen  Aufgaben nähern und in moderner Form umsetzen. Der Landesverband Sachsen des Deutschen Journalisten-Verbandes wird die Arbeit von mephisto auch in der Zukunft gern unterstützen.  

Der DJV Sachsen hat einen neuen Landesvorstand

Dresden 23.3.2002  Der DJV-Landesverband Sachsen hat seit heute einen neuen Vorstand. Die bisherige Landesvorsitzende Sabine Bachert-Mertz von Quirnheim (54) wurde für weitere vier Jahre mit großer Mehrheit von der turnusmäßigen Mitgliederversammlung im Amt bestätigt. Die Redakteurin bei der Dresdner Sächsischen Zeitung, ist seit Gründung des Deutschen Journalisten-
Verbandes (DJV) in Sachsen in dem Berufsverband aktiv. So gehörte Anfang der 90erJahre u. a. auch dem DJV-Bundesvorstand an. Als Landesvorsitzende war Sabine Bachert-Mertz von Quirnheim bundesweit die erste Frau in dieser Funktion. Weitere Mitglieder des DJV-Landesvorstandes sind  Beno Rjecka (Bautzen) und Dr. Jürgen Schlimper (Leipzig) als stellvertretende Vorsitzende, Birger Zentner (Leipzig)  als Schatzmeister sowie Gisela Bauer (Chemnitz), Reiner Thümmler (Zwickau) und Karin Bernhardt (Berlin) als Beisitzer. Die Mitgliederversammlung beschloss auch eine neue, zweistufige
Beitragsordnung.

Der sächsische DJV wurde 1990 in Leipzig und Dresden gegründet und ist heute mit mehr als 1500 Mitgliedern der größte ostdeutsche Landesverband des insgesamt mehr als 39 000 Mitglieder zählenden DJV-Bundesverbandes. Als Berufsorganisation und Gewerkschaft setzt sich der DJV umfassend für die Medien- und Pressefreiheit und die Rechte von festangestellten und freiberuflich tätigen Journalistinnen und Journalisten ein. Als Tarifpartner in den Print- und elektronischen Medien kümmert sich der Verband u. a. um eine angemessene Vergütung journalistischer Arbeit. Freien Journalistinnen und Journalisten ist der DJV mit seinen 16 Landesverbänden ein wichtiger Partner für Beratung und Rechtsschutz

DJV Sachsen: SZ-Boykott-Aufruf unangebracht

Dresden 15.3.2002 Der Landesverband Sachsen des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) distanziert sich vom Aufruf des ver.di Landesbezirksleiters Wolfgang Anschütz, die Sächsische Zeitung zu boykottieren. Anschütz hatte am Donnerstag in einer Pressemitteilung die Mitglieder der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft aufgefordert, “in den nächsten Tagen und Wochen nicht mehr die Sächsische Zeitung (SZ) zu erwerben und bestehende Abonnements zu kündigen.”

Als größte Interessenvertretung der Journalistinnen und Journalisten im Freistaat Sachsen findet es der DJV äußerst befremdlich, wenn zum Boykott journalistischer Produkte aufgerufen wird, nur weil darin Meinungen vertreten werden, mit denen man selbst nicht konform geht. Dass ein solcher Boykott ausgerechnet von einer Gewerkschaft ausgeht, die im Medienbereich aktiv ist, ist erschreckend. “Man mag zu einem Artikel stehen wie man will”, so DJV-Landesvorsitzende Sabine Bachert-Mertz von Quirnheim, “ein Boykottaufruf ist aufgrund dessen nicht gerechtfertigt.”

Der DJV trennt seine Gewerkschafts- und Verbandsaktivitäten strikt vom politischen Engagement seiner Mandatsträger und nimmt auch kein allgemein-politisches Mandat wahr. Damit entspricht der DJV-Sachsen einem Grundanliegen seiner Mitglieder nach Meinungs- und Pressefreiheit.

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