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Wer ist Journalist? - Podiumsdiskussion zur Mitgliederversammlung
Leipzig. Kompetent, selbstbewusst, neugierig und selbstkritisch, handwerklich perfekt, sprachmächtig und fair, so soll die Journalistin/der Journalist sein. Dieses Fazit steht am Ende der vom DJV Sachsen veranstalteten Diskussionsrunde zum Thema "Wer ist Journalist?" Der Landesverband hatte dazu am Vorabend der turnusmäßigen Mitgliederversammlung eingeladen, die am 8. April in Leipzig stattfand. |
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Staatsminister Geert Mackenroth, der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken, der Medienwissenschaftler Prof. Wolfgang Donsbach und der Chefredakteur der Sächsischen Zeitung, Hans Eggert diskutierten rund zwei Stunden lang über den "ungeschützten" Beruf des Journalisten, seine Stellung in der Demokratie und Fragen der Pressefreiheit. Michael Konken machte deutlich, dass es für den DJV eine klare Definition des Journalistenberufes gibt. Diese widerspiegle sich grundsätzlich in allgemeineren Auffassungen im Rechtssystem. Konkret gebe es aber immer wieder Probleme, die dem entgegen stehen. SZ-Chefredakteur Hans Eggert beklagte die Praxis der Justiz- und Ermittlungsbehörden, die in den letzten Monaten zu herben Schlägen gegen die Pressefreiheit geführt hätten. Minister Mackenroth hatte zuvor bereits bestätigt, dass die Rechtslage teilweise unklar ist. So gebe es in der Strafprozessordnung den Begriff der Pressefreiheit nicht. Die Unschärfe in der Gesetzgebung sei der Grund dafür, dass sich Medien und Journalisten häufig ungerecht behandelt fühlen. Die Rechtslage sei jedoch bekannt und die derzeitige Bundesregierung wolle neue Regelungen. Der Dresdner Medienwissenschaftler Wolfgang Donsbach brachte Fragen der journalistischen Ethik ins Spiel. Auch für Journalisten müssten Grenzen gelten. Manches sei einfach nur peinlich für den, der es veröffentlicht. Die Professionalisierung des Berufs sei ein Schlüssel, die immer wieder auftretenden Konflikte zu verhindern. |
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