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DJV Kurier 36 - die Mitgliederzeitschrift des DJV Sachsen |
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Frauenkongress 2001 in Bonn:
Medien zwischen Anspruch und Verblödung
Zum vierten Mal hieß es am 10. und 11. März Frau Macht Medien. Rund 120 Journalistinnen, darunter einige aus dem europäischen Ausland, beschäftigten sich in Bonn mit den Spielräumen zwischen seriösen und reißerischen Medien. Sowohl im Plenum als auch in den vier Foren ging es heiter und ernsthaft zu. Viele eigene Erfahrungen flossen in die Diskussionen ein.
So lernte ich zum Beispiel, dass die Sesamstraße zu ihrer Zeit zwar oft kritisiert wurde, aber dennoch eine recht pädagogische Rolle spielte, wenn sich der Nachwuchs vor der Flimmerkiste versammelte. Heimlich schwor ich mir jedoch, dass meine Enkel, so ich sie eines Tages im Arm halte, bestimmt nicht die Teletubbies gucken müssen. Die Zielgruppe der rundlichen Ich-hab-dich-lieb Figuren sind immerhin erst anderthalb bis drei Jahre jung.
Herzerfrischend und interessant waren alle vier Foren. Die Referentinnen Dr. Mechthild Mäsker (Vorsitzende des DJV-Fachausschusses Gleichstellung), Claudia Lampert (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Hans-Bredow-Institut Hamburg), Prof. Ingrid Paus-Haase ((Kommunikations-wissenschaftlerin an der Universität Salzburg) und Ursula Ernst-Flaskamp (Redakteurin) vermittelten viel Wissen zum Journalismus zwischen anspruchsvollen Politikrunden und “Big Brother”. Maria von Welser, Korrespondentin des ZDF in London, lieferte sich ein unterhaltsames Streitgespräch mit Lisa Huth vom Saarländischen Rundfunk zur Rolle des Publikums wenn es um Medieninhalte geht.
Da auch die Organisation bestens funktionierte und sich Bonns stellvertretender Bürgermeister am Abend als angenehmer Gesprächspartner erwies, war der 4. Frauenkongress ein rundum gelungener. Allerdings wünsche ich mir, dass beim nächsten Kongress im Jahr 2003 mehr als zwei Journalistinnen aus Sachsen dabei sind.
Sabine Bachert |
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24 Stunden Zukunft
Erfolgreicher Kongress für junge Journalistinnen und Journalisten in Leipzig
Der zweite Kongress für junge Journalistinnen und Journalisten fand unter dem Motto “Journalismus zwischen Kompetenz und Kompromissen” am 16. und 17.03.2001 in Leipzig statt. Die rund 200? Teilnehmer aus der gesamten Bundesrepublik wurden vom DJV-Bundesvorsitzenden Prof. Dr. Siegfried Weischenberg, von Ulf Buschmann, Vorsitzender des Bundesfachausschusses junge Journalistinnen und Journalisten, und von der sächsischen Landesvorsitzenden Sabine Bachert-Mertz von Quirnheim begrüßt. Auftakt des Kongresses war der Impulsvortrag “Web Society - Verändert das Web die Gesellschaft oder die Gesellschaft das Web?” des Medien- und Zukunftberaters Michael A. Konitzer.
Die Foren “Journalismus zwischen Kompetenz und Kompromissen” widmeten sich den folgenden Themen: Zukunft der Tageszeitung? Zwischen Nachricht und Unterhaltung (Prof. Dr. Michael Haller), Nichts mehr ohne Netz? Recherchieren und Publizieren im Internet (Sybille Fleischmann), Frei oder vogelfrei? Perspektiven der Selbstständigkeit (Wolfgang Kiesel), Bulle, Bär und Dax - Neue Chance Wirtschaftsjournalismus? (Iris Röthig), Total digital? Neue Anforderungen an Radio- und Fernsehjournalismus (Michael Klehm), Textprobe - wie Worte wirken. Arbeiten an der eigenen Reportage (Peter Linden) und Perspektive PR? Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit.(Christiane Hach).
Am zweiten Kongresstag informierten auf dem Markt der Möglichkeiten journalistische Aus- und Weiterbildungsinstitutionen über ihre Angebote. Schwerpunkt war eine Pro- und Contra-Diskussion “Weg von der klassischen Nachricht hin zum Infontainment -drohen uns amerikanische Verhältnisse?” mit der Moderation Martina Sagurna und dem Fernsehproduzenten Friedrich Küppersbusch, die von Prof. Dr. Siegfried Weischenberg moderiert wurde.
Der Kongress wurde von den Teilnehmern als überaus erfolgreich eingeschätzt. Er bot den jungen Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit, sich im Berufsfeld Journalismus zu orientieren und ihre Perspektive mit den Entwicklungstendenzen der Mediengesellschaft zu verbinden. Der erfolgreiche Verlauf bestätigte nochmals die Auffassung des Bundesfachausschusses junge Journalistinnen und Journalisten, alle zwei Jahre einen solchen Kongress durchzuführen.
Dank gebührt für die professionelle Vorbereitung dem DJV-Bildungswerk und dem Bundesfachausschuss junge Journalistinnen und Journalisten.
Hartmut Weiße |
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Vorschau:
Kongress für Freie - Berlin 12./13. Mai 2001
Von Beruf: Frei ist nicht nur jedes zweite Mitglied des DJV Sachsen sondern so nennt sich auch der erste Kongress für freie Journalistinnen und Journalisten des DJV. Mitte Mai haben rund 200 Mitglieder aus den Landesverbänden die Möglichkeit mit ihren Kolleginnen und Kollegen in Berlin zusammen zutreffen. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, steht jedem Landesverband ein entsprechendes Kontingent zur Verfügung. Aus Sachsen werden 10 Mitglieder teilnehmen können. Darüber hinaus bestehen gute Teilnahmechancen für weitere Mitglieder, die keine Übernachtungsgelegenheit benötigen.
Die Anmeldungen laufen wie bei allen DJV-Kongressen über die Landesgeschäftsstelle. Hier gibt es auch weitere Informationen. Anmeldeschluß ist der 15. April 2001. Die Teilnehmergebühr beträgt 80 DM. Die Reisekosten werden von Landesverband getragen.
Sommerakademie in Montepulciano (Siena)
Sechs Tage lang steht Affären-Journalismus im Visier der ersten Sommerakademie des DJV, die Mitte September im italienischen Montepulciano geplant ist. Der DJV will dabei auch erstmals seinen "Preis der Pressefreiheit" vergeben.
Kern der Veranstaltung ist eine mehrtägige Akademie zum Thema "Grenzen und Entgrenzungen des Journalismus - Enthüllung, Unterhaltung, Handwerk" für Junge Journalistinnen und Journalisten aus Europa.
Zum anschließenden zweitägigen Symposium kann der DJV Sachsen sieben Teilnehmer entsenden.
Weitere Informationen gibt zu gegebener Zeit im Internet bzw. bei der Landesgeschäftsstelle. |
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